Viele aktive Verdi-Mitglieder aus
Braunschweig, Wolfsburg und
Salzgitter trafen sich im Gewerk-
schaftshaus in Braunschweig.
Am 25.01.12 fand im Gewerkschaftshaus in
Braunschweig eine Beratung vieler aktiver Ver.di-
Mitglieder aus Braunschweig, Wolfsburg und
Salzgitter statt.
Jens Runge (BS Energie), Günther Jakob (Braun-
schweiger Verkehrs-AG), Erika Beise (Klinikum
Wolfsburg), Maren Wegner (Jugend Stadt Salz-
gitter) und Peter Wagner (Stadt Wolfsburg)
stellten die Forderungen für die Tarifrunde 2012
vor, die die Kolleginnen und Kollegen in ihren
Betrieben aufgestellt haben. Es wurde disku-
tiert, wie die Forderungen durchzusetzen sind.
Die Diskussion war eine Grundlage für die Auf-
stellung der zentralen Forderung in den näch-
sten Wochen.
Die lockere Form der Moderation von Sebastian
Wertmüller (Geschäftsführer Verdi Bezirk S.O.N)
kam gut an und belebte die Diskussion. Unser
Kollege Torsten Stelzner ("Torsten Stelzner nör-

gelt") hat mit seiner schnodderig - einfühlsamen
Lyrik, seinen hinter- und tiefgründigen Texten
einen wertvollen Beitrag zur kämpferischen Aus-
richtung und zur solidarischen Atmosphäre des
Abends geleistet.
Hier ein paar Texte von
Thorsten.
Vorgeschlagen und aufgestellt wurden Sockel-
forderungen ab 100 € für alle - plus 4 % bei BS-
Energy, was einer Forderung von knapp 8 %
entspräche. Kollegen der Stadt Salzgitter forder-
ten unterschiedliche Sockel: 200€ für die unte
ren Gehaltsgruppen 100€ für die mittleren und
keinen für dieo beren plus 5 %. Es gab auch
reine %-Forderungen von 7 %.
Es gab kritische Anmerkungen zu den niedrigen
Forderungen. Dabei wurden verschiedene He-
rangehensweisen deutlich: "Nicht so hohe For-
derungen aufstellen, damit die Leute nicht ent-
täuscht werden!" oder "Wir brauchen hohe For-
derungen, damit es sich lohnt zu kämpfen!"
Wichtig war für alle die Forderung nach der vol-
len Übernahme der Auszubildenden. Einige be-
fürchten, dass dann die Ausbildung einge-
schränkt werden würde, weil ja in manchen Be-

trieben bereits "über Bedarf" ausgebildet wür-
de. Oft sind das aber Betriebe, die Arbeitsplätze
abbauen und so den "Bedarf" einschränken. Die
Forderung wurde auch in Verbindung mit den um
sich greifenden Werkverträgen und der Zeitar-
beit diskutiert.
Gemeinsam war, das jetzt jede Zurückhaltung
fehl am Platze sei und ebenso bei allen die Be-
fürchtung, dass die Wirtschaft einbricht und in
Zukunft die Kämpfe härter werden. Kritisiert wur-
de in den Pausen der Begriff "sozialer Frieden",
da wir mehr Konfrontation brauchen. Ein Kollege
schlug vor, das Streikgeld abzuschaffen, damit

wieder mehr Idealismus zum Tragen käme und
man den Unterschied zwischen Arbeiten und
Streiken deutlicher macht. In Frankreich hätten
die Kollegen auch kein Streikgeld!
Es gibt bereits einen "Fahrplan" mit verschiede-
ne Warnstreikphasen, vor allem im März 2012,
bei dem davon ausgegangen wird, das es über
Ostern zu Schlichtungsverhandlungen und Ende
April zu einer Urabstimmung kommen wird. Be-
grüßt und gefordert wurde, das es zu gemein-
same Aktionen mit dem Metallbereich und vor
allem auch mit der VW-Belegschaft kommt.